Bratsch – Plein Du Monde
19. März 2010
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Sie sind Nomaden der Harmonien, Fahrende zwischen den Kulturen. In dieser Produktion laden die Franzosen Freunde aus allen Windrichtungen ein – ein Fest.
Das Repertoire dieser Truppe, die nun seit über 30 Jahren Lieder aus allen Kulturkreisen interpretiert, ist wie ein Liederbuch Europas und des Mittelmeerraumes. Balkangrooves, Klezmertöne, französisches Chanson, die Melodien der Gypsies, die Sehnsucht des Meeres und die Freiheit des Jazz – alles ist dabei. Nach Jahrzehnten des kreativen Wilderns haben Bratsch einige Weggefährten eingeladen, Musiker, die vom selben Virus gepackt sind wie sie: Grenzenfreies singen und musizieren.
Martha Wainwright – Piaf Record
4. Februar 2010
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Eine neue Interpretation muss sich immer mit dem Original messen – Martha Wainwright braucht den musikalischen Vergleich mit der Originalinterpretin, Edith Piaf, nicht zu fürchten.
Neben Essen und Kleidung gehörte wohl die Musik zur Grundausstattung des Wainwrightschen Haushalts: Vater Loudon Wainwright III machte sich einen Namen als Singer-Songwriter und Schauspieler, Mutter Kate stammt aus der Folk-Musikerdynastie der McGarrigle. Nicht erstaunlich deshalb, dass sowohl Martha wie auch Bruder Rufus Musiker wurden. Die Songs der Piaf gehörten für Martha zu den frühesten musikalischen Erinnerungen. Auf der eigenen Homepage erzählt sie von der Nähe zu Piaf:
Rachid Taha – Bonjour
8. Januar 2010
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Der Rocker aus Oran, resp. dem Elsass, liebäugelt auf seinem achten Album mit dem französischen Chanson. «Bonjour» ist wohl das französischste Album seiner Karriere.
Angefangen hat alles mit einem Drink und einem Gespräch mit Gaëtan Roussel, dem Kopf der französischen Rocktruppe «Louise Attaque». Taha erzählt in einem Interview bei rfi musique, wie ihm die Grundidee von «Bonjour» wohl im Kopf herumsurrte, er aber mit Gaëtan eine Abmachung traf: Schreib du mal zu diesem Thema einen Song auf französisch, ich schreib einen auf arabisch. Am Schluss wurde daraus das Lied von Roussell mit dem französisch-arabischen Text von Taha, gesungen im Duett.
Faiz Ali Faiz & Titi Robin – Jaadu / Magic
8. Dezember 2009
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Ein Qawwali-Meister aus Pakistan und ein französischer Saitenvirtuose finden eine gemeinsame Sprache – ein eindrückliches Plädoyer für Musik als universelle Kommunikation.
In ihrem jeweiligen Genre sind beides angesehene Meister: Der Sänger Faiz Ali Faiz ist eine der hellsten und inspiriertesten Stimmen der Qawwali-Tradition. Thierry «Titi» Robin ist ein rastloser Weltenwanderer auf den Spuren der Roma und Fahrenden. Seine Heimat ist die Welt zwischen dem spanischen Flamenco und den Orchestern aus Rajasthan. Er ist auf der Gitarre und der Bouzouki ebenso zuhause, wie auf der Oud oder dem Rubab. Getroffen haben sich die beiden an Festivals in Europa, und aus dem anfänglichen Zusammenspiel wurde eine wunderbare Zusammenarbeit.
Watcha Clan – Diaspora Hi-Fi
27. Oktober 2009
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Die Nomaden mit Basislager in Marseille bereisen die Küsten und Kulturen rund um’s Mittelmeer, und verflechten die Fundstücke zuhause in ihren Maschinen zu globalen Soundlandschaften.
Seit mehr als einem Jahrzehnt fischen Sängerin Sista K und ihre Truppe Songideen aus dem Mittelmeer. Alle Mitglieder der Truppe haben eine Biografie, die in den Kulturen, den Religionen, den Wohnorten im Magreb und in Südeuropa mäandert. Die vielfältigen Einflüsse übersetzen sie in Songs, die zwischen theatralischem Arrangement und sequenzer-getriebenen Rhythmen zuhause sind.
Trio Ifriqiya – Petite Planète
21. Oktober 2009
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Al-Andaluz liegt historisch gesehen schon einige Jahrhunderte zurück, musikalisch hingegen ist diese Kulturepoche immer noch sehr gegenwärtig.
Fayçal El Mezouar, Oud- und Geigenspieler, Sänger und Perkussionist aus Algerien ist der Dreh- und Angelpunkt des Trio. Als Schüler der Ecole El Kordobia de Tlemcen kennt er den klassischen Kanon der arabisch-andalusischen Musiktradition. Also aus jener Kulturepoche zwischen dem 10. und 15. Jhd., als ein grosser Teil Spaniens unter moorischer Herrschaft wirtschaftlich und kulturell aufblühte, die Religionen friedlich zusammenlebten. Der Einmarsch der christlichen Heere und der Inquisition vertrieb darauf die Araber in den Magreb, die sephardischen Juden in alle Windrichtungen.
The Very Best – Warm Heart Of Africa
16. Oktober 2009
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Esau Mwamwaya und Radioclit legen einen Baukasten vor, aus dem in den kommenden Wochen wohl ganz unterschiedliche Clubtracks entstehen werden. An Material fehlt es nicht.
Als vor zwei Jahren das erste gratis Mixed Tape von Esau und Radioclit unter dem gemeinsamen Bandnamen «The Very Best» auftauchte, schwärmten die Trendmusik-Fachblätter in den höchsten Tönen. Was der Secondhand-Ladenbesitzer Mwamwaya und die beiden europäischen Produzenten Etienne Tron und Johan Karlberg in ihrem Studio in London zusammenbauten war jener Sound, der dem Begriff «Worldmusic» den Staub von den Ohren blies. Oder etwas netter gesagt: Worldmusic war wieder einmal in der Pop-Welt angekommen. Das hat sich mit der ersten «richtigen» CD-Produktion im Prinzip nicht geändert.
Moussu T e Lei Jovents – Forever Polida
17. September 2009
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Chansons tönen in jeder Region Frankreichs anders – in denen aus Marseille singt man ab und zu nicht mal französisch. Aber Paris ist ja schliesslich auch nicht die Welt.
Tatou, alias Moussu T, hat als Mitgründer des «Massilia Sound Systems» viel dazu beigetragen, dass die okzitanische Sprache ein Revival erlebt. Die Sprache ist zwischen dem Piemont und Katalonien beheimatet, und war im 12 Jhd. die bevorzugte Sprache der Troubadoure in ganz Europa. Jetzt wird sie für die Neuzeit wieder fit gemacht. Marseille war seit Jahrhunderten ein Schmelztiegel der Kulturen, und der Träume. In Paris wurde das Land regiert, aber in Marseille tat sich das Tor zur Welt auf.
Smadj – Selin
9. September 2009
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Drei Freunde treffen sich am Bosporus, und weben einen stilübergreifenden Klangteppich aus Melodie-Fäden und jazzigen Improvisationen.
Jean-Pierre Smadja scheint voller Ideen und Energie zu sein. Noch ist sein DuOud-Album «Ping Kong» hoch in den Worldmusic-Charts, schon schickt er das nächste Projekt auf die Reise. Diesmal sind der französische Ausnahmetrompeter Erik Truffaz und der indische Tablaspieler Talvin Singh seine Gäste. Alle drei kennen das Territorium zwischen Melodie, Technologie und Improvisation bestens. Weitere Gäste sind der argentinische Tambor Minino Garay, der hier allerdings nur seine Stimme einbringt, und Streicher, Sänger und Computerwizards aus Smadjs Wahlheimat Istanbul.
Jehro – Jehro
31. Juli 2009
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Eine der Sommerplatten des Jahrgangs 2006 war Jehro mit seiner gleichnamigen Produktion. Die luftigen Songs lassen auch heute träumen und gute Laune aufkommen.
Jehro’s familiäre Wurzeln liegen in Italien, Griechenland und Frankreich. Marseille war seine Heimat, später London. Er spielte Marley-Coverversionen in den Strassen und den U-Bahn-Stationen, veröffentlichte unter seinem richtigen Namen Jérôme Cotta die erste Solo-Produktion «L’arbre et le fruit». Noch war es französisches Chanson, mit englischem Singer/Songwriter-Handwerk kombiniert. Klar auf den Pop-Markt ausgerichtet. Diverse Neben- und Bandprojekte folgten.

