Orchestre National de Barbès – Rendez-vous Barbès

4. August 2010  
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Die magrebinische Diaspora in Paris, versammelt um Bassist Youssef Boukella, lädt erneut zu Tanz, Party und grossem Lachen – die musikalische Visitenkarte eines Quartiers.

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Sidi Yahia-bnet Paris / Chkoun? / Chorfa

Youssef Boukella kam als Bassist mit dem ersten Raï-Fieber nach Paris. Im Herzen ein Rocker arbeitete er erst an der Seite von Cheb Mami, um sich später auch in der Jazzszene an der Seite von Safy Boutella einen Namen zu machen. In den 90er Jahre entstand um ihn herum das Orchestre National de Barbès, eine Truppe mit immer wieder wechselnden Mitgliedern, so bunt wie der Völkermix im gleichnamigen Quartier. Über die Jahre und Alben trat die Herkunft zugunsten vom Sound von Paris etwas in den Hintergrund.

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Nguyên Lê – Saiyuki

17. Juli 2010  
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Mehrheitlich instrumentale Fusion-Musik, entstanden im kulturellen Schmelztiegel Paris. Es ist ein asiatisches Projekt mit Koto, Tabla, Flöte und Gitarre, und fliesst zwischen Tradition und Jazz.

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Mina Zuki / Sangam / Ila

Die hier aufspielenden Musiker bewegen sich auch als Solisten zwischen den Stilen. Koto-Spielerin Mieko Miyazaki trat mit ihrem klassischen Repertoire schon vor dem japanischen Kaiserpaar auf, fühlt sich aber in der improvisierenden Musik ebenso wohl. Tablaspieler Edouard Prabhu ist ein gefragter Begleiter in der indischen Tradition, aber auch für Interpreten aus so unterschiedlichen Kulturkreisen wie z.B. Afghanistan, Senegal oder Frankreich. Der Flötist Hariprasad Chaurasia ist ein Meister der Bansuri-Flöte und gilt als einer der Wegbereiter der Ost-WEst-Fusion (u.a. Projekte mit John McLaughlin und Jan Garbarek).

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Jacky Molard Quartet & Foune Diarra Trio – N’Diale

8. Juli 2010  
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Bretonische Harmonien treffen auf Wassoulou-Sounds und -Rhythmen. Ein spannendes musikalisches Gespräch, das zusätzlich mit einer rechten Portion Gypsy-Jazz gewürzt wird.

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Kelemagny / Nafolo / Makaribana

Auf der einen Seite das Quartett um den bretonischen Violonisten Jacky Molard, auf der anderen Seite das junge Trio um die Sängerin und Tänzerin Foune Diarra aus Mali. Und dazwischen der Wunsch, eine gemeinsame musikalische Sprache zu finden. Was harmonisch nicht immer einfach ist, fand einen gemeinsamen Boden wohl im Tanz. In mehreren Übungswochen fanden die Musiker heraus, wo sie jeweils in den Groove der Anderen einsteigen konnten.

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YOM – unue

15. Juni 2010  
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Wenn eine Klarinette auf Wanderung geht, erlebt sie spannende Momente im Gespräch mit einem Piano, einem Zymbal, einer Maultrommel oder einer Trompete

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Rêve de l’enfant / Souvenirs / Apocalypse

Guillaume Humery ist YOM, manchmal ist er auch der «New King of Klezmer», und manchmal ist er ganz Klarinette. Mit 7 Jahren hörte der junge Guillaume zum ersten Mal Giora Feidman, und damit war die musikalische Zielrichtung vorgegeben. Das mit dem üben kam später. Aber in den letzten Jahren hat Yom mit «Klezmer Nova» oder in diversen Jazzprojekten mit Denis Cuniot sein Talent und Können unter Beweis gestellt. Die erste CD (2009) hiess «New King of Klezmer Clarinet (a tribute to Naftule Brandwein» – nicht überheblich, sondern schmunzelnd gemeint.

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Lokua Kanza – Nkolo

21. Mai 2010  
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Der Multiinstrumentalist und Produzent hat mit seiner neusten Produktion eine Welt geschaffen, die afrikanisches Songschreiben und -Singen in zarten, aber intensiven Farben zeigt.

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Dipano / Nakozonga / Soki,

Für sein sechstes Solo-Album hat der Multiinstrumentalist mit der seidenen Stimme tief Atem geschöpft. Seine musikalische Vielseitigkeit hat in im Lauf seiner Karriere ins Studio von Künstlern wie Ray Lema, Papa Wemba, Francis Cabrel oder Richard Bona gebracht. Er produziert für Peter Gabriels Realworld Label, oder den spanischen Gitarristen Pedro Guerra. Er lebt in Afrika, Europa und Südamerika und Miriam Makeba hat ihn in gleichem Masse beeinflusst wie J.S. Bach. All diese Einflüsse bewirken aber nicht ein fröhliches Durcheinander , sondern werden in seinen Soloprojekten in ruhige, harmonische Lieder destilliert.

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Gotan Project – Tango 3.0

29. April 2010  
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Das Electro-Tango-Trio erfinden sich nicht neu, dehnt sich aber mächtig nach allen Seiten hin aus, und  bezieht Erfahrungen aus verschiedenen Nebenprojekten der jüngeren Vergangenheit mit ein.

Die dritte Studioproduktion des französisch-argentinisch-schweizerischen Trios war überfällig. Vier Jahre sind im Musikgeschäft eine Ewigkeit, und ein Live-Album hilft den Fans meist nur, die Durststrecke knapp zu überwinden. Untätig waren die Drei aber nicht. Philippe Cohen Solal veröffentlichte mit «Moonshine Sessions» ein Country-Album(!), und Christoph H. Müller brachte mit Rodolfo Muñez die Arbeit «Radiokijada» unter die Leute – quasi ein peruanischer Cousin des Tango-Projekts. Jetzt nutzen die Drei den Tango vermehrt als Gefühlsausdruck, nicht nur als Musikstil.

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David Walters – Home

24. April 2010  
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Ein bisschen Schmetterlingsmusik für die Frühlingsstimmung, unbeschwertes Hüpfen in den Harmonien und das Gefühl von „ja, das Leben ist leicht“.

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Same Song / Horizon / Fire

So leicht machte es sich David Walters in seinem Leben dann doch nicht. Nach einer aus gesundheitlichen Gründen abgebrochenen Leichtathletik-Karriere, warf er sich auf die Musik. Warum er den Solisten-Weg  wählte? Vielleicht liegt das am Hochsprung-Training, da ist man oft allein. Auf jeden Fall wurde David ein Rhythmiker, Studio-Tüftler, Beat-Boxer und ein Multiinstrumentalist. Und die Instrumente durften auch sehr skurril sein, wie u.a. die Baschet Perkussion Instrumente.

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Kaloomé – De Otro Color

2. April 2010  
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Wohnort der Truppe ist das französischen Perpignan, die Inspiration aber holen sie sich weiter südlich, von der iberischen Halbinsel, und aus dem nahen Magreb.

Treibende Kraft des Sextetts ist Antoine „Tato“ Garcia, der von sich selber sagt, dass der Rumba seine Lebensphilosophie sei. Die anderen fünf Mitglieder kommen aus dem Flamenco, der Klassik, oder via andere verschlungenen Wegen zur Musik. Aber alle haben irgendwie ein Gypsy-Gen vererbt erhalten. Beweis dafür war die Einladung, bei der «Queens and Kings»-Tour der Fanfare Ciocărlia mitzumachen.

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Steve Shehan & Nabil Othmani – Awalin

1. April 2010  
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Diese CD ist mehr als nur eine Produktion – sie ist ein vertontes Versprechen, und erzählt in neuen Gedichten von der Wüste und der Kultur der Tuareg.

Steve Shehan pflegt eine enge Freundschaft mit der Familie Othmani. Mit dem Vater Baly Othmani hatte der Multiinstrumentalist und Produzent bereits drei CDs eingespielt. Baly Othmani war einer der bekanntesten Dichter der Tuareg, einer, der an die Kraft der mündlichen Überlieferung seiner Kultur glaubte. Nun, nach dem Tod des Vaters, setzt Shehan die Arbeit mit Nabil, dem Sohn, fort – ein Versprechen, das er einst dem Vater gab. Es sind nicht die rockigen Tuareg-Töne, wie man sie von Tinariwen kennt, sondern leise, melancholische oder nachdenkliche Gedichte, vorgetragen zur Oud, stehen im Zentrum.

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I Muvrini – Gioia

24. März 2010  
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Die Brüder Alain und Jean-François Bernardini flechten auch auf der neusten Produktion korsische Harmonien in Poparrangements.

Die Brüder Bernardini haben die korsischen Harmonien wohl am weitesten in die Welt hinaus getragen. Ihr Mix zwischen Tradition und Pop hat seit den 80ziger Jahren eine stetig wachsende Fangemeinde begeistert, das Publikum im Zenith oder der Carnegie Hall begeistert. Sie waren nie so sehr der kirchlichen Tradition verpflichtet wie Jean Paul Poletti, nicht so avantgardistisch und virtuos wie A Filetta, sondern verknüpften stets die polyphonen Harmonien mit popigen Melodien. Und immer ist eine rechte Portion Pathos dabei.

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