Und wieder dauerte es acht lange Jahre, bis von Oumou Sangaré ein neues Album erschien. Und wieder lohnte es sich, zu warten: viel Power und ein neues Soundkleid.
Vom Repertoire her gesehen ist dies eine tiefe Verbeugung vor den mehrheitlich jamaikanischen Songschreibern der letzten Jahrzehnte. Klanglich liefert Tiken Jah Fakoly auch eine klare Aussage: Reggae ohne Afrika geht gar nicht.
Die leisen Töne des singenden Altmeisters verzauberten die Herzen, die anschliessenden Gitarren-Attacken des jungen Rockers drückten vehement auf Trommel- und Zwerchfell.
Neu ist das Konzept nicht – aber Ludovic Navarre alias St. Germain nutzt es zu einem musikalischen Comeback nach 15 Jahren Szene-Abwesenheit. Und er hat dabei Ruhe bewahrt.
Auf der vierten Produktion spielt Bassekou Kouyaté eine noch schärfere Ngoni, und er holt Gäste ins Studio. Frontfrau Ami setzt dem Ganzen das i-Tüpfelchen auf.
War am Anfang vielleicht gar nicht das Wort, sondern der Rhythmus? Sicher ist die Trommel die Grundlage des BKO Quintetts, darüber hinaus einiges mehr.
Ein akustisches Album von Mamani Keita? Ja, was die Sequenzer-Dominanz betrifft. Gitarrist Djeli Moussa Kouyaté hat jedoch gehörig an seinen Sounds geschraubt.
The Faranas, eine vom Afrobeat infizierte schweizerische Truppe, unternahm 2012 eine Reise nach Westafrika und schloss dort Freundschaft mit Baba Salah, einem Gitarristen aus Mali – die Geburtsstunde dieser Produktion.
Habib Koité lässt seine Projekte und Lieder reifen. Das führt dazu, dass seine Songs so selbstverständlich daher kommen, als seien sie schon immer da gewesen.
Die elektronische Zusammenarbeit zwischen Paris und Bamako ist um eine weitere Paarung bereichert. Diesmal liegt der Schwepunkt auf Electronica und Klangwebereien.
Die Unruhen im Norden Malis haben Tinariwen aus ihrer Heimat vertrieben. Dieses Album wurde in Kalifornien aufgenommen – allerdings auch in einer Wüste, der Mojave-Wüste, genauer: Joshua Tree.
Habib Koité wendet sicher immer mehr Mali zu. Schon immer waren die verschiedenen Sprachen und Stile Teil seines Repertoires. Hier weitete er es noch aus.
Habib Koité führt seine Band Bamada (die «Leute aus Bamako») immer mehr in akustische Gefilde. Seine akustische Gitarre übernimmt über weite Strecken die Führungsrolle.