Simphiwe Dana – Kulture Noir

31. August 2010  
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Die eigenwillige Sängerin aus Südafrika überrascht einmal mehr mit ihrem Mix aus Xhosa, Gospel und Jazz, gerade weil einige Songs etwas sperrig daher kommen.

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Umzali Wam / Hay Ihambo / Felas Azania

Die dritte Produktion der Sängerin aus der Transkei verfolgt die einmal eingeschlagene Stilrichtung: Südafrika ja, aber den Blick auf die Gegenwart gerichtet. Auf die junge Kultur, die ihren ganz persönlichen Spagat zwischen der Tradition und all den Musikrichtungen, die aus dem Radio kommen, finden will, finden muss. Simphiwe Dana hat sich für den Jazz entschieden, verschmäht aber keineswegs poppige Arrangements und Sounds.

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The Very Best of Éthiopiques

21. August 2010  
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Die Éthiopiques-Serie trägt seit rund fünfzehn Jahren die wunderbaren Soul- und Jazz-Songs Äthiopiens aus den 60er und 70er Jahren in den Westen. Dies ist das Best of Album einer Ära.

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Mulatu Astatqé: Yèkèrmo Sèw / Girma Bèyènè: Enken Yelelebesh / Alèmayèhu Eshèté: Tchero Adari Negn / Tlahoun Gèssèssè: Sema

Francis Falceto begann Ende der 90er Jahre seine musikalischen Entdeckungen aus dem Äthiopien in einer CD-Serie auszubreiten. Äthiopien war bis dahin erst von ganz wenigen Weltmusik-Spezialisten als Schatzkammer entdeckt worden. In den 60er und 70er muss eine seltsame kulturelle Stimmung geherrscht haben: Hier das bröckelnde Kaiserreich von Haile Selassie I., dort der Einfluss des musikalischen Aufbruchs im Westen, mit Musikern wie James Brown oder Otis Redding. In den Städten  entwickelte sich in kurzer Zeit eine Szene, die Musiker hervorbrachte, die den Soul- und Jazzgrössen des Westens ebenbürtig waren – doch ausserhalb Äthiopiens kannte sie kaum jemand.

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Dave Holland / Pepe Habichuela – Hands

20. Juli 2010  
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In Abwandlung einer viel zitierten politischen Wahrheit könnte man behaupten: It’s in the rhythm, stupid! Und Pepe würde mich wohl korrigieren, und ergänzen: …and in the sound!

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Hands / El Ritmo Me Lleva / Puente Quebrao

Dave Holland ist einer der vielseitigsten Jazzbassisten, seit mehreren Jahrzehnten gefragt in Studios und in Projekten. Mit Pepe Habichuela, einem der gefeiertsten Gitarristen Spaniens, konnte er seinen Traum eines Jazz/Flamenco-Albums umsetzten. Diese Kombination gab es wohl schon öfters, aber die beiden gingen es insofern anders an, als dass sie sich Zeit liessen. Zeit, von einander zu lernen. Es geht in beiden Stilen nicht nur um Technik, sondern um Haltung, und die zu begreifen braucht Zeit. Es ist deshalb wohl nicht nur Schmeichelei, wenn Pepe Habichuela im CD-Booklet sagt:

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YOM – unue

15. Juni 2010  
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Wenn eine Klarinette auf Wanderung geht, erlebt sie spannende Momente im Gespräch mit einem Piano, einem Zymbal, einer Maultrommel oder einer Trompete

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Rêve de l’enfant / Souvenirs / Apocalypse

Guillaume Humery ist YOM, manchmal ist er auch der «New King of Klezmer», und manchmal ist er ganz Klarinette. Mit 7 Jahren hörte der junge Guillaume zum ersten Mal Giora Feidman, und damit war die musikalische Zielrichtung vorgegeben. Das mit dem üben kam später. Aber in den letzten Jahren hat Yom mit «Klezmer Nova» oder in diversen Jazzprojekten mit Denis Cuniot sein Talent und Können unter Beweis gestellt. Die erste CD (2009) hiess «New King of Klezmer Clarinet (a tribute to Naftule Brandwein» – nicht überheblich, sondern schmunzelnd gemeint.

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Elina Duni Quartet – Lume Lume

5. Mai 2010  
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Die Jazzsängerin holt weitere Melodien aus ihrer heimatlichen Schatztruhe, wobei sie nicht nur im Repertoire Albaniens fündig wird, sondern auf dem ganzen Balkan bis hinüber nach Griechenland.

Es ist wohl Vor- wie Nachteil, als Vertriebene entweder keine, oder gleich zwei Heimaten zu haben. Auf jeden Fall ist die Auseinandersetzung mit der Musik der Heimat, die man verlassen musste, ein wichtiger Teil von manchem Musikerleben. Elina Duni hat in der Schweiz eine Wohn-Heimat, und im Jazz eine Musik-Heimat gefunden. Wenn sie nun auch auf ihrem zweiten Album Melodien aus ihrer Heimat verwendet, dann nicht, weil sie in Nostalgie schwelgen will, sondern weil diese Melodien reichhaltiges Material sind.

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Hindi Zahra – Handmade

2. März 2010  
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Sie hat das Nomadentum in den Genen, sowohl was ihr Leben betrifft, als auch ihr musikalisches Erbgut. Kein Wunder fällt diese Produktion zwischen sämtliche Musik-Kategorien – globalsounds eben.

Hindi Zahra wuchs in der Kleinstadt Khouribgha im Zentrum Marokkos als Kind von französisch-marokkanischen Eltern auf; d.h. das war die Heim-Adresse, denn die Familie war viel auf Reisen. Mit 18 fand sie einen Job in Paris, im Louvre. Heute pendelt  sie zwischen verschiedenen Heimaten und Künsten hin und her – eine Nomadin eben. Ihre Idole kommen aus ganz unterschiedlichen Kulturen: Ella Fitzgerald steht für den Jazz, Yma Sumac für eine magische Stimme und die Exotik Südamerikas, und Oum Kalsoum als die arabische Stimme schlichthin. In einem Interview erklärte sie Stefan Franzen (JazzThing), warum vor allem diese drei sie beeinflussten: Weiterlesen

Asita Hamidis Bazaar – Abenteurer und Klangreisende

30. Januar 2010  
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Die Harfenistin Asita Hamidi bezeichnet die Musik ihrer Bazaar-Truppe gerne als eine Klangreise zwischen dem Polarstern und dem Morgenland. Sie selber stammt aus dem Iran, ihr Partner und Mitkomponist Björn Meyer aus Schweden. Und für Unruhe und Halt sorgen zwei Schweizer, Bruno Amstad und Kaspar Rast.

Bazaar ist nicht die einzige Band der vier Musker, sie sind in vielen Projekten involviert. So ist Björn Meyer der aktuelle Bassist des Oud-Virtuosen Anouar Brahem, zusammen mit Drummer Kaspar Rast mit Nik Bärtsch und seiner Ronin-Truppe unterwegs, oder mit seinem schwedischen Trio Bazar Blå. Auch Bruno Amstad hat gleich mehrere Projekte am laufen.

Gemeinsam ist ihnen die Suche nach dem Klang. Was geht, und was nicht, haben sie in ihrer siebenjährigen Bandgeschichte herausgefunden. Und auf der aktuellen CD S.W.E.N. in Form gebracht.

Gilles Peterson presents Havana Cultura

11. Dezember 2009  
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gilles-peterson-havana-culturaDie Doppel-CD hat drei Väter: den Journalisten und Sammler Gilles Peterson, den Jazzpianisten Roberto Fonseca und den Soundingenieur Vince Vella. Der eine sammelt Songs, der andere versammelt Musiker, der dritte sorgt für den Klang.

DJ, Radiomann und Soundsammler Gilles Peterson sucht mit Vorliebe jene musikalischen Zonen auf, in denen sich Jazz, Clubbing und eine klar erkennbare Musikkultur kreuzen. Er kann darauf zählen, dass er die verschiedenen Fäden einer Musiksszene nicht mühsam sammeln muss, sondern dass sie ihm in die Hand gegeben werden. Roberto Fonseca ist einer der zentralen Figuren in der jungen kubanischen Szene. Er ist Nachfolger von Rubén Gozález und Arrangeur im Netz des Buena Vista Social Clubs. Andererseits auch in HipHop-Kreisen ein gefragter Produzent, und als Jazzpianist mit eigener Band weltweit unterwegs.

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Asita Hamidis Bazaar – S.W.E.N. Blue Butterflys Journey

28. Oktober 2009  
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asita-hamidi-bazaar-swenSchweden, Iran, Schweiz sind die geografischen Eckpunkte dieser Band. Ihre musikalische Welt ist noch weiter ausgesteckt.

Im Zentrum des Bazaar-Projekts, das mittlerweile schon die sechste Produktion vorlegt, stehen die Harfenistin Asita Hamidi und der Bassist Björn Meyer. Seit über einem Jahrzehnt  komponieren und konzertieren sie zusammen. Um sie herum wechselt das Personal, aber sie halten die Band immer im kammermusikalischen Rahmen. Zur jetzigen Formation gehören der Schlagzeuger Kaspar Rast und der Stimmakrobat Bruno Amstad. Der Grundton der Produktion ist durch Asitas Harfe gegeben. Doch sie reist mit dem Instrument in Harmonien und Rhythmik, wie man sie selten von diesem Instrument hört.

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Trio Ifriqiya – Petite Planète

21. Oktober 2009  
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trio-ifriqiyaAl-Andaluz liegt historisch gesehen schon einige Jahrhunderte zurück, musikalisch hingegen ist diese Kulturepoche immer noch sehr gegenwärtig.

Fayçal El Mezouar, Oud- und Geigenspieler, Sänger und Perkussionist aus Algerien ist der Dreh- und Angelpunkt des Trio. Als  Schüler der Ecole El Kordobia de Tlemcen kennt er den klassischen Kanon der arabisch-andalusischen Musiktradition. Also aus jener Kulturepoche zwischen dem 10. und 15. Jhd., als ein grosser Teil Spaniens unter moorischer Herrschaft wirtschaftlich und kulturell aufblühte, die Religionen friedlich zusammenlebten. Der Einmarsch der christlichen Heere und der Inquisition vertrieb darauf die Araber in den Magreb, die sephardischen Juden in alle Windrichtungen.

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