Hindi Zahra – Handmade
2. März 2010
Gespeichert unter Neu in den Läden
Sie hat das Nomadentum in den Genen, sowohl was ihr Leben betrifft, als auch ihr musikalisches Erbgut. Kein Wunder fällt diese Produktion zwischen sämtliche Musik-Kategorien – globalsounds eben.
Hindi Zahra wuchs in der Kleinstadt Khouribgha im Zentrum Marokkos als Kind von französisch-marokkanischen Eltern auf; d.h. das war die Heim-Adresse, denn die Familie war viel auf Reisen. Mit 18 fand sie einen Job in Paris, im Louvre. Heute pendelt sie zwischen verschiedenen Heimaten und Künsten hin und her – eine Nomadin eben. Ihre Idole kommen aus ganz unterschiedlichen Kulturen: Ella Fitzgerald steht für den Jazz, Yma Sumac für eine magische Stimme und die Exotik Südamerikas, und Oum Kalsoum als die arabische Stimme schlichthin. In einem Interview erklärte sie Stefan Franzen (JazzThing), warum vor allem diese drei sie beeinflussten: Weiterlesen
Asita Hamidis Bazaar – Abenteurer und Klangreisende
30. Januar 2010
Gespeichert unter Podcast
Die Harfenistin Asita Hamidi bezeichnet die Musik ihrer Bazaar-Truppe gerne als eine Klangreise zwischen dem Polarstern und dem Morgenland. Sie selber stammt aus dem Iran, ihr Partner und Mitkomponist Björn Meyer aus Schweden. Und für Unruhe und Halt sorgen zwei Schweizer, Bruno Amstad und Kaspar Rast.
Bazaar ist nicht die einzige Band der vier Musker, sie sind in vielen Projekten involviert. So ist Björn Meyer der aktuelle Bassist des Oud-Virtuosen Anouar Brahem, zusammen mit Drummer Kaspar Rast mit Nik Bärtsch und seiner Ronin-Truppe unterwegs, oder mit seinem schwedischen Trio Bazar Blå. Auch Bruno Amstad hat gleich mehrere Projekte am laufen.
Gemeinsam ist ihnen die Suche nach dem Klang. Was geht, und was nicht, haben sie in ihrer siebenjährigen Bandgeschichte herausgefunden. Und auf der aktuellen CD S.W.E.N. in Form gebracht.
Podcast: Play in new window | Download
Gilles Peterson presents Havana Cultura
11. Dezember 2009
Gespeichert unter Neu in den Läden
Die Doppel-CD hat drei Väter: den Journalisten und Sammler Gilles Peterson, den Jazzpianisten Roberto Fonseca und den Soundingenieur Vince Vella. Der eine sammelt Songs, der andere versammelt Musiker, der dritte sorgt für den Klang.
DJ, Radiomann und Soundsammler Gilles Peterson sucht mit Vorliebe jene musikalischen Zonen auf, in denen sich Jazz, Clubbing und eine klar erkennbare Musikkultur kreuzen. Er kann darauf zählen, dass er die verschiedenen Fäden einer Musiksszene nicht mühsam sammeln muss, sondern dass sie ihm in die Hand gegeben werden. Roberto Fonseca ist einer der zentralen Figuren in der jungen kubanischen Szene. Er ist Nachfolger von Rubén Gozález und Arrangeur im Netz des Buena Vista Social Clubs. Andererseits auch in HipHop-Kreisen ein gefragter Produzent, und als Jazzpianist mit eigener Band weltweit unterwegs.
Asita Hamidis Bazaar – S.W.E.N. Blue Butterflys Journey
28. Oktober 2009
Gespeichert unter Neu in den Läden
Schweden, Iran, Schweiz sind die geografischen Eckpunkte dieser Band. Ihre musikalische Welt ist noch weiter ausgesteckt.
Im Zentrum des Bazaar-Projekts, das mittlerweile schon die sechste Produktion vorlegt, stehen die Harfenistin Asita Hamidi und der Bassist Björn Meyer. Seit über einem Jahrzehnt komponieren und konzertieren sie zusammen. Um sie herum wechselt das Personal, aber sie halten die Band immer im kammermusikalischen Rahmen. Zur jetzigen Formation gehören der Schlagzeuger Kaspar Rast und der Stimmakrobat Bruno Amstad. Der Grundton der Produktion ist durch Asitas Harfe gegeben. Doch sie reist mit dem Instrument in Harmonien und Rhythmik, wie man sie selten von diesem Instrument hört.
Trio Ifriqiya – Petite Planète
21. Oktober 2009
Gespeichert unter Neu in den Läden
Al-Andaluz liegt historisch gesehen schon einige Jahrhunderte zurück, musikalisch hingegen ist diese Kulturepoche immer noch sehr gegenwärtig.
Fayçal El Mezouar, Oud- und Geigenspieler, Sänger und Perkussionist aus Algerien ist der Dreh- und Angelpunkt des Trio. Als Schüler der Ecole El Kordobia de Tlemcen kennt er den klassischen Kanon der arabisch-andalusischen Musiktradition. Also aus jener Kulturepoche zwischen dem 10. und 15. Jhd., als ein grosser Teil Spaniens unter moorischer Herrschaft wirtschaftlich und kulturell aufblühte, die Religionen friedlich zusammenlebten. Der Einmarsch der christlichen Heere und der Inquisition vertrieb darauf die Araber in den Magreb, die sephardischen Juden in alle Windrichtungen.
Elina Duni – Baresha
20. Oktober 2009
Gespeichert unter Neu im Archiv
Ein nicht ganz einfaches Album das aktives Zuhören fordert, weil die beiden tragenden Säulen Volksmusik und Jazz sind.
Elina Duni stand bereits als Kind auf der Bühne zu einer Zeit, als ihre Heimat Albanien noch von der Welt abgeschottet war. Als junges Mädchen und nach ihrer Reise in die Schweiz entdeckte sie, dass es noch ganz andere Musik gibt als die traditionellen Volkslieder. Sie liess sich von Janis Joplin und Miles Davies beeinflussen, lernte von den französischen Chanson-Meistern Leo Ferré und Serge Gainsbourg. Heute studiert sie Komposition und Gesang.
Maria Kalaniemi – Ahma
13. Oktober 2009
Gespeichert unter Neu im Archiv
Finnland, Tango, Jazz – Maria Kalaniemi ist eine der grossen Akkordeon-Virtuosinnen dieser Welt. «Ahma» ist das Album, das sie auch ausserhalb ihrer Heimat bekannt machte.
Finnland kann über die letzten Jahrzehnten einen enormes musikalisches Wachstum ausweisen. An der Sibelius-Akademie wurden in den letzten Jahrzehnten viele Musikerinnen von Weltrang ausgebildet. Erstaunlich ist auch, dass viele dieser Musiker ihre Karriere der Auseinandersetzung mit der eigenen Musiktradition verdanken. So auch Maria Kalaniemi. Bevor sie als Solistin, mit wechselnden Besetzungen, oder mit dem Accordion Tribe die Welt eroberte, spielte sie in ihrer Heimat in unterschiedlichen Folkbands.
Jon Balke, Amina Alaoui – Siwan
4. August 2009
Gespeichert unter Neu in den Läden
Ein norwegischer Pianist, eine marokkanische Sängerin, ein algerischer Geiger, Gedichte, die beinahe 1000 Jahre alt sind, produziert für das ECM-Label – das sind die Eckpfeiler einer ergreifenden Klangreise.
Weder ist es Jazz, noch ist es Musik-Ethnologie, obwohl beide Elemente in den Kompositionen zu finden sind. Jon Balke betont in einem Interview bei Spinner, dass es sich bei den Aufnahmen in keinster Weise um traditionelles Material handelt. Aber sowohl Komponist wie Sängerin bauen auf musikalischen Techniken, die aus der Zeit zwischen dem 8 Jhd. und dem 15 Jhd. stammen, als die iberische Halbinsel arabische Herrscher hatte und den Namen Al Andalus trug. Von hier ausgehend entwickelten sich in beiden Kulturen unterschiedliche Musiktraditionen, mit einer Gemeinsamkeit: Ein Teil der Stücke ist jeweils vorgegeben, der andere Teil ist Improvisation. Bei uns in Europa ist diese Zeit eine der Hauptquellen für die gesamte Musik des Barock.
Ljiljana Buttler – Frozen Roses
16. Juli 2009
Gespeichert unter Neu in den Läden
Sie singt so tief, wie sie fühlt. Jazzig kommt die aktuelle Produktion der “Billie Holiday des Balkan” daher, doch die Lady schlägt auch fröhlichere, tänzelnde Töne an.
Der Krieg hatte ihre Karriere zerschnitten, jetzt hat sie ihren Platz als eine der wichtigsten Stimmen des Balkans wieder eingenommen. «Mother of Gypsy Soul», das Comeback-Album aus dem Jahr 2002, vor allem aber «The Legends of Life» brachte sie weltweit zurück in die Konzertsäle. Mit der aktuellen Produktion hat sie einen Ausdruck gefunden, der nicht mehr ausschliesslich von der Erinnerung diktiert wird. Sie zeigt, wohin die Reise in Zukunft gehen soll.
Makám – Zarándokének
15. Mai 2009
Gespeichert unter Neu in den Läden
Die ungarische Truppe um Zoltán Krulik verbindet alte Folk-Tradition aus der gesamten Balkan-Region mit Arrangements, die man sonst eher im Jazz oder in der Klassik hört.
Dass Makám ihre musikalischen Einflüsse gerne jenseits der heimatlichen, ungarischen Grenzen suchen, beweist schon der Gruppenname: Makam (auch: Maqam) ist eine türkisch arabische Melodieform. Dreh- und Angelpunkt der Band ist der Gitarrist, Komponist und Sänger Zoltán Krulik. Er benutzt in seinen Liedern Melodien und Tonleitern der gesamten Balkanregion, schöpft aus der Musik von Béla Bartók, studiert die vertrackten Tanzrhythmen der Gegend und verbindet alles in modernen Arrangements.

