Toumani Diabaté – Mandé Variations

13. Januar 2010  
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Einer der wichtigsten Kora-Meister der Gegenwart hat mit diesem Album nicht nur neue Freunde gefunden, sondern auch Kritiker auf den Plan gerufen.

Toumani Diabaté, und vor ihm sein Vater Sidike, haben für die Kora neue Wege geöffnet. Der Vater erhob die Kora zum Soloinstrument, der Sohn nahm 1987 das erste Solo-Album für Kora auf. Gut zwanzig Jahre später folgte diese zweite Solo-Einspielung. Toumani sammelte in der Zwischenzeit viel Erfahrung in ganz unterschiedlichen Projekten. Er spielte mit und für Damon Albarn, Taj Mahal, Björk, experimentierte mit seinem eigenen Symmetric Orchestra, und sass immer wieder mit seinem wohl engsten musikalischen Freund, dem verstorbenen Gitarristen Ali Farka Touré, zusammen im Studio.

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Márta Sebestyén – I can see the gates of heaven…

11. Januar 2010  
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Márta Sebestyén ist die singende Musik-Enzyklopädie der ungarischen Volksmusik. Diese Aufnahmen sind gleichzeitig sorgfältig studierte Tradition und Improvisation.

Das Leben von Márta Sebestyén war von dem Moment an vorgezeichnet, als sie als 12jährige einen Gesangswettbewerb gewann. Der Preis wurde ihr übergeben von einem der bekanntesten Musikforschern Ungarns, Lázlo Vikár. Seit jenem Tag ist sie Forscherin und begnadete Interpretin fast vergessener Lieder in einer Person. In ihrem aktuellen Album greift sie tief in den Fundus ihrer eigenen Feldaufnahmen und anderer Sammlungen. Die Lieder stammen aber nicht aus einem Liederbuch, es sind quasi musikalische Collagen.

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Toto la Momposina – La Bodega

6. Januar 2010  
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toto-la-momposina-la-bodegaEin erstaunliches Album einer erstaunlichen Lady: Nach rund 10 Jahren erscheint endlich wieder ein Album jener Sängerin, welche half, Kolumbien auf die Welt-Musikkarte zu setzen.

Gesang und Tanz bestimmten das Leben der Sonia Bazanta Vides. Musik gehörte seit Generationen zum Leben der Familie, die ihre Existenz mehrheitlich als Handwerker verdiente. Als Ende des zweiten Weltkriegs die wirtschaftlichen Zeiten schlechter wurden, zog die Familie  von Mompos flussaufwärts Richtung Bogota. Während des Bürgerkrieges pflegten sie erfolgreich die afrokolumbianische Musiktradition, trotz starker rassistischer Anfeindungen um sie herum. Als nach dem Bürgerkrieg das Fernsehen in Kolumbien einführt wurde, waren sie und ihre Familie gerne gesehene TV-Unterhalter.

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La Cherga – Fake No More

10. November 2009  
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la-cherga---fake-no-moreWenn die Nabelschnur in die ehemalige Heimat digitalisiert wird, Gegenwart sich in die Erinnerung einmischt, entstehen Sound-Landschaften wie diese.

Die Bandmitglieder von La Cherga wurden alle auf die eine oder andere Art von den Balkankriegen in die Flucht getrieben. Mal war es der frühere, grassierende Nationalismus, mal war es die spätere Aggression. Sie kamen irgendwie nach Österreich, wählten Graz als Basis, und bauten dort eine Dub-Variante ihrer eigenen musikalischen Sozialisation. Als  Kroaten, Bosnier und Mazedonier brauten sie mit Zutaten aus der Electronica-Clubkultur und jamaikanischer Sehnsucht so was wie eine Erinnerungsschleife in Dub.

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Watcha Clan – Diaspora Hi-Fi

27. Oktober 2009  
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watcha-clan---diaspora-hi-fiDie Nomaden mit Basislager in Marseille bereisen die Küsten und Kulturen rund um’s Mittelmeer, und verflechten die Fundstücke zuhause in ihren Maschinen zu globalen Soundlandschaften.

Seit mehr als einem Jahrzehnt fischen Sängerin Sista K und ihre Truppe Songideen aus dem Mittelmeer. Alle Mitglieder der Truppe haben eine Biografie, die in den Kulturen, den Religionen, den Wohnorten im Magreb und in Südeuropa mäandert. Die vielfältigen Einflüsse übersetzen sie in Songs, die zwischen theatralischem Arrangement und sequenzer-getriebenen Rhythmen zuhause sind.

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Bonsai Garden Orchestra – Take One

24. Oktober 2009  
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bonsai-garden-orchestra-take-oneEs lebe die Ukulele, und die Lust am Musizieren! Solche Produktionen entstehen, wenn stilistischer Schabernack, Freude am Handwerk und ein herzliches Lachen zusammen kommen.

Als der Medienkünstler Wolfgang Temmel vor ein paar Jahren eine Ukulele geschenkt erhielt, ahnte er wohl nicht, wohin ihn das kleine, unscheinbare Instrument führen würde. Er ist in guter Gesellschaft – das Instrument feiert in diesen Zeiten so was wie eine Renaissance. Als künstlerischer Grenzüberschreiter sah er keinen Grund, die bislang verborgene Verwandtschaft von österreichischer und hawaiischer Musik weiterhin vor der Welt zu verbergen. Und er fand für sein Unterfangen Mitstreiter, die alle irgendwie musikalische Wilderer sind:

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Da Cruz – Corpo Elétrico

23. Oktober 2009  
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da-cruz---corpo-eletricoDie Band ist angetreten, einige Vorurteile aus der Welt zu schaffen, z.B. dass ganz Brasilien ständig an Karneval-Fieber leidet, oder dass die Schweizer, insbesondere die Berner, enorm langsam sind.

Die Kernzelle von Da Cruz sind die Sängerin Mariana da Cruz aus São Paulo, der Produzent, Journalist und digitale Multiwerker Ane Hebeisen und der Gitarrist Oliver Husmann, beide aus der Schweiz. Ein erstes Album «Nova Estaçao» peilte 2007 erste musikalische Ziele an: Es ging in Richtung Brazil-Electro-Samba-Bossa-Rock. Seither haben die Drei, live verstärkt durch Schlagzeug und Trompete, ihr Klang- und Groove-Spektrum beachtlich ausgebaut, sind selbstsicherer geworden.

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Diego El Cigala – Dos Lágrimas

6. Oktober 2009  
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el-cigala-dos-lagrimasDer Flamenco-Star hat in Kuba eine zweite musikalische Heimat gefunden. Was vor fünf Jahren wie ein Rausch begann ist zu einer tiefen Wahlverwandtschaft gewachsen.

Es ist ungerecht, aber unumgänglich, diese CD mit der Grammy-Produktion «Lagrimas Negras» zu vergleichen. Es ist wie eine Beziehung: Die Magie des Verliebens, die Entrücktheit der ersten Wochen voller Entdeckungen und Überraschungen, ist abgeklungen. Die gegenseitigen Gefühle haben sich vertieft, das Verständnis ist gewachsen, das Vertrauen ist stark geworden. Bezogen auf die Musik heisst das: die Sicherheit, aber auch die Verpflichtung zur Sorgfalt im Umgang mit den Liedern ist gewachsen.

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Ivo Papasov – Dance of the Falcon

10. September 2009  
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ivo-papasov-dance-of-the-falconWo die unterschiedlichsten Balkan-Traditionen ineinander, und in den Jazz fliessen, dort spielt die Klarinette von Ivo Papasov.

Er war ein Weltmusikant, bevor es diesen Musikbegriff überhaupt gab. Als Kind einer türkischen Roma-Familie spielte er erst Akkordeon, dann die Zurna, und landete schlussendlich bei der Klarinette. In seiner Heimat Bulgarien und später auch weltweit war sein Label «König der Wedding Band Music», denn die musikalische Begleitung der tagelangen Hochzeit-Feiern sind  seit jeher die beste Arbeits- und Ausbildungs-Möglichkeiten für die Musiker des Balkan.

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The Rough Guide to – Calypso Gold

1. September 2009  
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rough-calypso-goldEine Reise durch die Zeit: Calypso Gold zeigt in historischen Aufnahmen, wie das Herz des Calypso schlug.

Jeder, der mit einigermassen offenen Musik-Ohren durch die Welt läuft, wird erstaunt sein, wie viele Melodien er aus dieser Sammlung kennt. Das beginnt bei «Rum & Coca Cola», berühmt gemacht von den Andrew Sisters. Oder «Scandal in the family» – letztmals in die Charts getragen von Madness. Einige Klassiker fehlen, so Harry Belafontes «Banana Boat». Auf der CD befindet sich auch eine, leider nicht sehr attraktiv aufgemachte, aber ausführliche Geschichte des Calypso und seiner Weiterentwicklungen.

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