Lëk Sèn – Burn
9. Januar 2012
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Verwurzelt in Senegal, aufgewachsen in der Grossstadt Paris – das in aller Kürze der Steckbrief dieses Albums. Stimmt alles daran, aber der Erfolg blieb ihm versagt.
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Life, Massamba feat. Amadou Bagajoko, Ana Ngeen
Lëk Sèn stammt aus einem Dorf in der Nähe von Dakar. Er machte sich erst in der Reggae- und Hip Hop Szene der Hauptstadt eine Namen. Mit seiner Truppe SSK gelang ihm der Brückenschlag in die französische Szene und brachte ihn 2007 in die Endrunde des Prix Découvertes von RFI. Für das Album «Burn» setzte er auf dieselbe Produktionscrew, die ihm bereits den Zugang zu Europa öffnete – u.a. sitzt der Soundmann von Tiken Jah Fakoly am Mischpult - und lud illustre Gäste ein, z.B. Amadou Bagayoko oder Medhi Dahhabi.
Rough Guide to Sufi Music
11. September 2011
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Nach fünf Jahren legt Rough Guide seine zweite Sufi Musik Sammlung vor, kuratiert von William Dalrymple, einem schottischen Schriftsteller der sich zeitlebens für den Islam und insbesondere die Sufis interessierte.
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Sain Zahoor: Allah Hoo, Gani&Maideen&Maideen: The Saint, Sanam Marvi: Manzil-e-Sufi
Musik, Gedicht, Tanz und Mystik werde im Islam als eine Möglichkeit zum direkten Kontakt mit den göttlichen Welten angesehen. Der Kanon der Gedichte und Melodien begann bereits zu Lebzeiten von Mohammed zu wachsen, und wird noch heute als Grundlage und Inspiration für immer neue Variationen und Interpretationen des direkten Dialogs mit dem Unerklärlichen genutzt. Durch die Verbreitung des Islams entstanden auch überall auf der Welt regionale Ausprägungen des Sufismus.
Thione Seck – Orientissime
6. Juni 2011
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Seck hat gegen 30 Scheiben in seiner Heimat veröffentlich, ist dort ein grosser Star – im Westen sind gerade mal mit zwei, drei offizielle und ein paar inoffizielle Veröffentlichungen zu haben. Dabei ist Thione Seck neben Youssou N’Dour oder Baaba Maal eine der grossen Stimmen Senegals.
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Siiw, Assalo (feat Bombay Jay), Ballago
Seit Kindsbeinen singt Thione Seck an Familienfesten, bei Zeremonien und auf der Bühne. Anfangs der 70er Jahre war er u.a. Leadsänger des Orchestre Baobab. Die musikalischen Inspirationsquellen von Seck sind neben dem einheimischen Mbalax-Erbe vor allem die arabische und die indische Welt. Er liebt die Melodien von Bollywood und baut immer wieder arabische Harmonieläufe in seine geschmeidigen Melodien. Hinzu kommt eine tiefe Spiritualität und eine feste Verwurzelung im Islam.
Carlou D – Muzikr
7. September 2010
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Zwischen melodischem Hip Hop und Mbalax, zwischen Engagement und Pop geht dieser senegalesische Sänger und Gitarrist seinen Weg sehr ziel- und stilsicher.
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Sen Regal / Yaay Fall / Ila Touba
Carlou hat mehrere Heimaten. Musikalische ist er aufgewachsen zwischen afrokubanischen und westlichen Vorbildern, dem Mbalax und dem Hip Hop aus den Ghettos Dakars. Als Hip Hop Reimeschmied sind ihm sozialkritische Gedanken geläufig. Als Anhänger der Sufi-Gemeinde von Baye Fall kommt eine klare Botschaft hinzu: Du bist ein aktiver Teil einer besseren Zukunft.
Cheikh Lô – Jamm
4. September 2010
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Der Sänger aus dem Senegal hat sich – wie immer – Zeit gelassen für sein neustes Album. «Jamm» will vor allem eines: gefallen. Das tut es.
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Conia / Il N’est Jamais Trop Tard / Seyni
Fünf Jahre sind für die Fans und die Musikindustrie kaum zu ertragen, selbst wenn der Weltmusikbereich nicht von derselben Produktionshektik geprägt ist, wie die Popmusik. Aber fünf Jahre braucht der Meister einfach, um seine neusten Songs zu zimmern und schleifen. Ein kurzer Film auf seiner Site beim Label WorldCircuit bringt einige Aussagen zum neuen Album, z.B. Es solle sein wie ein reichhaltiges Essen, von allem etwas: Früchte, Brot, Käse. Das hat geklappt. Kritiker bemängeln, 10 Songs, nur rund 40 Minuten Musik, sei etwas mager nach so langer Zeit: Na, auch wenn alles auf dem Tisch ist, sollte man sich ja nicht gleich überessen.
Daara J Family – School of Life
29. Mai 2010
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Dakars Hip Hop Aushängeschild wendet sich vermehrt dem Pop zu. Die ausgedehnten Tourneen haben abgefärbt: mehr Internationalität, mehr Reggae, mehr R&B – leider etwas auf Kosten der Unverwechselbarkeit.
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Bayi Yoon / Children / Potu Nda
Aus dem Trio aus Dakar ist ein Duo geworden, Daara J hat sich noch ein «Family» angehängt. Die engsten Familienmitglieder sind der schwedische Produzent Gordon Cyrus und eine Handvoll Musiker aus dem Umfeld seines LUV-Studios in Paris. Das Album «Boomrang» hatte vor sieben Jahren die internationale Türe für Daara J geöffnet. N’Dango D und Faada Freddy haben nun popige Melodien à la Toure Kunda und Grooves aus dem Rezeptbuch eines Prince reingelassen.
Youssou N’Dour – Dakar-Kingston
22. Mai 2010
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Der König des Mbalax verbeugt sich vor der Reggae-Ikone Bob Marley – Fans von N’Dour und Marley werden wohl gleichermassen den Kopf schütteln.
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Marley / Survie / Don’t walk away
Ausserhalb seiner Heimat Jamaika hatte der Reggae in Afrika schon immer eine grosse Fangemeinde. Dass nun Youssou N’Dour ein ganzes Reggae-Album einspielt ist erstaunlich, denn bisher führte er diesen Musikstil nicht in seinem Musikrepertoire. Obwohl, so führt er in einem Interview bei rfi musique aus, er zeitlebens ein Marley-Fan gewesen sei. Dort erklärt er auch die Projekt-Idee: Anlass für den lang gehegten Traum eines Reggae-Albums seien die 50-Jahr-Feiern zur Unabhängigkeit vieler afrikanischen Nationen gewesen. Zu diesem Thema gibt’s übrigens bei arte.tv ein spannendes Reportage-Dossier.
Nuru Kane – Number One Bus
15. März 2010
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Hatte die erste CD von Nuru Kane, «Sigil», einen francophonen Unterton, so ist dieser Zweitling eher anglophil angehaucht. Da sind vermehrt Bluestöne zu hören, funky Grooves und englische Texte.
Für Nuru Kane sind die Lieder ein Spiegel seiner Reisen und Begegnungen. Die Reisen nach Marokko hatten ihm sein Lieblingsinstrument gezeigt: die Gimbri. Seine Zeit in Paris liess seine Band Bayefall Gnawa entstehen. Nun, nach mehreren Jahren in England, haben sich die englische Sprache und neue Stilformen in den Liedern eingenistet. Der Number One Bus ist das Symbol dafür: er fährt von Bermondsay nach London, und Nuru Kane benutzte ihn drei Jahre lang.
Youssou N’Dour – I bring what I love
24. Februar 2010
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Der Soundtrack zum gleichnamigen Film ist ein Zückerchen, um das Warten auf das angekündigte Tribut-Album für Bob Marley zu versüssen.
Als Youssou N’Dour 2004 sein Album «Egypt» herausbrachte, waren die Meinungen gespalten. N’Dour hatte beabsichtigt, mit dem Album die freundschaftliche und warmherzige Seite des Islam aufzuzeigen. Die negative Kritik, die ihm gerade in seinem eigenen Land von Seiten der Religionsverwalter entgegen schallte, traf ihn schwer.
Anders die Aufnahme des Albums im Westen: Die Produktion gewann einen Grammy, die Kritiken lobten sowohl Musik wie die Absicht der Produktion. In der Folge begleitete eine mehrheitlich amerikanische Filmcrew während drei Jahren den Künstler bei seinen Konzerten auf drei Kontinenten. So entstand das filmische Porträt eines charismatischer Sänger, und eines tiefgläubigen und fest in der Familie verwurzelten Mannes. Der Film hat einige Festivalpreise abgeholt, Film-Kritikern finden ihn aber zu wenig klar in der filmischen Aussage.
Omar Pene – Ndam
30. Dezember 2009
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Wandlungsfähig und ausdrucksstark war die Stimme der Super Diamono de Dakar schon immer – jetzt wendet er dieses Wissen auch auf seine Karriere an.
Die musikalische Heimat von Omar Pene ist der Mbalax. Mit seinen Super Diamono de Dakar war er in diesem Stil langjähriger Gegenpart zu Youssou N’Dour. Vor fünf Jahren überraschte er mit dem Solo-Album «Myamba» (2004), das vorwiegend akustisch eingespielt wurde. Ein Album, das die weichere, melancholische Seite des Sängers wunderschön darstellte. So scheint er seine Arbeit einzuteilen: Die treibenden, funky Songs für Aufnahmen mit der Band, die träumerischen Songwriter-Stücke für die Solo-Produktionen.









